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Verloren
Ein Video über Kriegserfahrungen von Kindern und Jugendlichen.
© 2003, DV, 36 Min., freigegeben ab 12 Jahren, als DVD erhältlich. Kaufpreis 30,– €, Ausleihe 10,– €
Infos zu Kauf bzw. Ausleihe
Im Film werden sechs aus verschiedenen Ländern nach Deutschland
geflohene Kinder und Jugendliche über ihre Kriegserfahrungen
in ihren Heimatländern von Schülern interviewt. Traumatisiert
erzählen sie, was der Krieg in ihrer Kindheit für sie mit sich
brachte: Von Bomberdierungen ihrer Orte, von den Ermordungen
ihrer Eltern, Verwandten und Nachbarn, von der Flucht in und
aus ihren Heimatländern alleine oder mit überlebenden Teilen
ihrer Familien, von Angst, Verlust und Trauer, von ihrem Wunsch
nach einer freien und friedlichen Welt nicht nur für Kinder.
1. Ahmed, 15 Jahre, aus Palästina
Ahmed erlebte, wie durch einen Einsatz der israelischen Armee
im Flüchtlingslager Dschenin in der Westbank sein Haus zerstört
und seine Eltern ermordet wurden. Sein Freund wurde von Soldaten
beim Steinewerfen auf Panzer von israelischen Soldaten getötet.
Seine Oma schickte ihn darauf alleine nach Deutschland, weil
die Fatah (palästinensische Befreiungsbewegung) ihn als Selbstmordattentäter
rekrutieren wollte.
2. Armani, 14 Jahre, aus Äthiopien
Armani erzählt, wie ihre Schule von Flugzeugen bomberdiert wurde,
wie die Jungen ihrer Klasse zu den Kindersoldaten gehen mussten
und wie ihre Familie von Eritrea nach Äthiopien fliehen musste.
3. Branka, 19 Jahre, aus Bosnien
Branka berichtet von den Bombenangriffen auf ihre Stadt und
der Flucht ihrer Familie aufs Land. Um sich zu schützen und
weil sie keine Zukunft für sich sah, beschloss die Familie,
nach Deutschland auszuwandern. Hier fühlt sie sich zwar sicher,
trauert aber ihrer verlassenen Freunde und Heimat nach
4. Farug, 17 Jahre, aus Afghanistan
Im Krieg lebte Farug lange Zeit ohne Wasser, Essen und Strom.
Er sah im Krieg viele Tote. Als das Haus seiner Nachbarn bei
einem Angriff zerstört wurde, flüchtete er ohne Gepäck zuerst
zu seiner Tante, wo aber auch bombardiert wurde, dann außer
Landes. Immer wieder musste er während des Krieges an seine
Freunde in Gefahr denken.
5. Hani, 19 Jahre, aus Dschenin
Hani wird beim Angriff der israelischen Armee auf seine Schule
verletzt. Soldaten verschleppen ihn mehrfach ins Gefängnis,
um zu erfahren, wo sein Vater sich versteckt hält, und foltern
ihn mit Schlägen auf den Kopf.
6. Aysel, 24 Jahre, Türkei/ kurdische Gebiete
Aysels Vater wird während einer Demonstration zum kurdischen
Neujahrsfest Newroz durch einen Panzer der türkischen Armee
überrollt, während die Oma sich noch gerade vor dem Soldateneinsatz
gegen die Demonstranten retten kann. Im Krankenhaus stirbt der
Vater, seine Leiche bekommt die Familie nie zu sehen. Noch heute
wartet Aysel in ihren Träumen darauf, dass ihr Vater wieder
nach Hause kommt.
© 2003, DV, 36 Min., freigegeben ab 12 Jahren, als DVD erhältlich. Kaufpreis 30,– €, Ausleihe 10,– €
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