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Ich bin Ich
Ein Video von deutschen und nichtdeutschen Jugendlichen über ihren interkulturellen Alltag.
2002, DV, 28 Min., freigegeben ab 12 Jahren, als DVD erhältlich. Kaufpreis 30,– €, Ausleihe 10,– €
Infos zu Kauf bzw. Ausleihe
Sie sind alle SchülerInnen
einer Schule. Sie oder ihre Familien kommen aus Marokko, Polen,
Bosnien, der Türkei oder Deutschland und hinterfragen ihre
Identität, wo ihre kulturellen Wurzeln liegen, welchem Land
und welchen Menschen sie sich verbunden fühlen, wie sie mit
Menschen anderer religiöser, nationaler oder ethnischer Herkunft
umgehen und wie man mit ihnen umgeht.
Über zwei Monate produzierten neun 18jährige SchülerInnen
verschiedener nationaler und kultureller Herkunft der Gesamtschule
Else Lasker Schüler unter Anleitung einer kurdischen Filmemacherin
eine Videodokumentation über ihren interkulturellen Alltag.
Marta (in Polen geboren) und Fatih (mit 2 Jahren aus Türkei
eingewandert) sind ein interkulturelles Paar. Für sie (und
ihre Familie) ist eine Liebesbeziehung zu einem Moslem kein
Problem. Seine Eltern sind der Meinung, dass er einmal eine
türkische Jungfrau heiraten sollte. Für ihn verweilen seine
Eltern rückwärtsgewandt in ihrer Vergangenheit, er ist offen
für eine Liebe und auch eine Heirat zwischen den Kulturen.
Branka (mit 10 Jahren aus dem Bürgerkrieg in Bosnien nach
Deutschland geflüchtet) schätzt Deutschland als offenes Land
mit Frieden und Sicherheit, was ihr breite Entfaltungsmöglichkeiten
und kostenlose Bildung bietet.
Iman und Broucha aus Marokko und Algerien tragen selbstbewusst
Kopftuch. Mit 13 Jahren hat Broucha die schwere Entscheidung
gefällt, sich und quotihre Reizequot zu verhüllen. Sie
ist jetzt stolz auf den Respekt der Männer.
Iman und Broucha erklären, warum sie Kopftücher tragen und
ihre Schönheit nur für den eigenen Mann gleichen Glaubens
zeigen wollen. In ihrem Freundeskreis gibt es Mädchen mit
und ohne Kopftuch, Deutsche wie Eingewanderte. »Es kommt
auf den Mensachen an, wie respektvoll - sie mit ihnen umgehen,«
sagen sie. Die deutsche Stefanie kann sich mit »den«
Deutschen nicht identifizieren, weil sie Deutschland oftmals
als Spießerland mit unlockeren Menschen ohne Spaß empfindet.
Florian fragt sich, was sich, was denn typisch deutsch ist,
was den typisch Deutschen oder das typisch Deutsche ausmacht.
Ihrer Erfahrung nach ist das Leben von Menschen unterschiedlicher
Kulturen in Deutschland Normalität geworden. Hierdurch habe
sich Deutschland weiterentwickelt. Auf der anderen Seite berichten
alle von Erlebnissen von Diskriminierung aber auch Solidarität
von Menschen, die geholfen haben. Sie erzählen von Handgreiflichkeiten,
Beschimpfungen und Provokationen, z.B. als Kopftuchträgerin
von deutschen Erwachsenen aber auch als deutsche Mädchen durch
türkische Jungen. Am Schluss steht der Wunsch und die Hoffnung
nach Überbrückung der verschiedenen Welten von Orient und
Okzident durch eine Annäherung im Dialog.
Auf der Bildebene des Filmes stehen neben den Personenportraits
sparsame dokumentarische Nachinszenierungen von Erlebnissen
und Stimmungen in Schwarzweiß.
2002, DV, 28 Min., freigegeben ab 12 Jahren, als DVD erhältlich. Kaufpreis 30,– €, Ausleihe 10,– €
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