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In Or Between
2 Filme über das Leben von Jugendlichen in Israel und Deutschland in und zwischen ihren Kulturen
2003, DV freigegeben ab 12 Jahren, als DVD erhältlich. Kaufpreis 40,– €, Ausleihe 15,– €
Infos zu Kauf bzw. Ausleihe
2 Teile, deutsch/ arabisch/ hebräisch,
3 verschieden untertitelte Versionen: deutsche, arabische+ hebräische
oder englische Untertitel
In Or Between Teil 1
in Deutschland gedreht, 70 Min.
In Or Between Teil 2
in Israel gedreht, 100 Min.
Die Filme fokussiert das Leben von acht jungen Menschen verschiedener
Kulturen in Israel und Deutschland durch selbst erzählte Geschichten.
4 israelische Jugendliche (davon 2 jüdisch und 2 palästinensisch-israelisch)
und 4 Jugendliche aus Deutschland (davon 2 deutschstämmig
und 2 aus zugewanderten Familien) produzierten in diesem zweiteiligen
Projekt gemeinsam unter professioneller Anleitung von Filmemachern
zwei Videodokumentnationen, eine im Oktober 2001 in Deutschland
und eine im April 2002 in Israel.
Gemeinsames Thema der Filme war das Leben und Zusammenleben
von Jugendlichen verschiedener Kulturen in beiden Ländern.
Im Mittelpunkt des ersten Films steht das Leben in Deutschland,
im zweiten Film das Leben in Israel - subjektiv portraitiert
aus der Innenperspektive der jeweils einheimischen Jugendlichen
und dem unterstützenden wie auch kritischen Blick der »fremden«
Jugendlichen von Außen. In den Filmen werden verschiedene,
auch gegensätzliche Meinungen und Geschichten mit oder ohne
Verständnis für »den anderen« nebeneinander gestellt
zwei ehrliche Filme ohne Happy End.
Indem die Protagonisten Innenansichten ihrer persönlichen
Erlebniswelten beschreiben, reflektieren sie aus junger Sichtweise
die Perspektiven ihrer Gesellschaften und schlagen so eine
Brücke der Verständigung zwischen den verschiedenen Kulturen.
In den jeweils zwei Wochen Drehzeit reflektierten die besuchenden
Jugendlichen jeden Abend ihr persönliches Erleben im Gastland
in Videotagebüchern, die den zugehörigen Filmgeschichten vorangestellt
wurden. Alle Interviews im Film wurden von den Jugendlichen
muttersprachlich geführt. Vorbereitend auf den Dreh wurden
von den Jugendlichen in Israel und Deutschland die Inhalte
der Filme intensiv vorbereitet.
Die Jugendlichen, die hierbei von Filmemachern unterstützt
wurden, sind in diesen Film vor und hinter der Kamera:
Aner und Sivan, 16 Jahre, jüdischisraelisch; Budor und Maysam,
16 Jahre, palästinensisch-israelisch; Lena und Helge, 18 Jahre,
deutsch; Yi und Hülya, 18 Jahre, in Deutschland lebend, chinesisch-
bzw. türkischstämmig
Die Themen von »In or Between
1«
»Nationale Identität«:
Vom Gefühl zum Vaterland, zu nationalen Symbolen, zu den politischen
Vertretern. Die Einstellung zum Militär und die eigene Beteiligung
in der Armee in Israel bzw. Deutschland
»Kulturelle Identität«:
Über das Leben zwischen den Kulturen mit der gespaltenen Identität
in einer eingewanderten Familie, die kritische Gegenüberstellung
der Herkunfts- mit der westlichen Kultur. Zu den inneren und
äußeren Schwierigkeiten als arabisch-israelische Bürgerin
mit palästinensischer Identität
»Religiöse Identität«:
Ein Vergleich der religiösen Darbietung durch Besuche einer
Wuppertaler Moschee, Kirche und Synagoge mit einer Beschreibung
des Bezuges zur
»Liebe und Sexualität«:
»Deutsche« Liebesbeziehungen von Helge und Lena
und ihre Einstellungen zum Sex stehen im Gegensatz zum gelebten
Zwiespalt von Hülya mit Gefühlen und Wünschen, die ihre Kultur
nicht erlaubt, und der traditionellen Sicht- und Lebensweise
der Araberinnen
»Familie«:
Die Fluchtgeschichte von Lenas Vater aus Ostdeutschland ist
verbunden mit der Problematisierung der Trennung eines Volkes
beim deutschen bzw. israelisch-anvisiertem Mauerbau; Hülyas
Leben in einer geschiedenen Familie; die Gründe von Yis Mutter
aus China nach Deutschland einzuwandern
»Leben zwischen den
Kulturen«:
Hülya beschreibt Rassismus und Rechtsextremismus in Deutschland
anhand eines in ihrer Nachbarschaft erlebten Beispiels: Der
tödliche Brandanschlag auf das Haus einer türkischen Familie.
Lena´s positives Erleben eines multikulturellen Stadtteils,
zur Kritik an der Verlogenheit fremdenfreundlicher Einstellungen
von Personen ohne Kontakt oder Wissen zur »anderen«
Kultur.
Die Themen von »In or Between
2«
»Liebe und Sexualität«:
Unglücklich sind sie alle vier in der Liebe Sivan findet
nach einigen gescheiterten Verliebtheiten nicht »den
Richtigen«, der sie vorbehaltslos liebt. Budor erzählt
von den Geheimnissen und Grenzen der Liebe in ihrer stark
kontrollierten muslimischen Gesellschaft. Yi hat sich in die
Freundin seines besten Freundes verliebt.
»Tod«:
Der Tod ist für Aner durch Bombenanschläge und Krieg etwas
Alltägliches, vor dem er jedoch keine Angst hat. Maysam hat
Angst vor dem Tod, weil sie nicht allen religiösen Vorschriften
nachkommt
»Holocaust«:
Aners Oma hat ihre leidvolle Geschichte als Auschwitzüberlebende
lange verdrängt, findet es nun aber wichtig, »darüber«
mit der jungen Generation offen zu reden. Vorbehalte haben
sie und Aners Opa nur bei Kontakten mit der deutschen Tätergeneration.
»Palästinensische
Geschichte«:
Budors Großvater wurde 1948 in der Nakba von der israelischen
Armee aus seinem Dorf Kfar Quara vertrieben. Er fühlt sich
halb als Palästinenser und halb als Israeli.
»Nationale und kulturelle Identität«:
Budor ist »offiziell« arabische Israelin, fühlt
sich jedoch als Palästinenserin und als nicht gleichberechtigt
akzeptierte Bürgerin. Aner beschreibt die doppelte Spaltung
der israelischen Gesellschaft in konservative Religiöse und
linke Säkular sowie nach ethnischer Herkunft
»Religiöse Identität«:
Aner lehnt die jüdische Religion vor allem deswegen ab, weil
sie in Israel heute von der Führung interessenorientiert korrumpiert
wird. Maysam wäre gerne religiöser. Für sie ist die Religion
ein Wegweiser und Halt in ihrem Leben.
»Politisches Engagement«:
Sivan war mal politisch (links) engagiert, heute ist sie frustriert.
Hülya will für ihre Zukunft kämpfen, auch wenn sie denkt,
dass Jugendliche vom Staat nicht beachtet werden.
»Erziehung und Militär«:
Aner liebt seine Mutter, die ihre vier Kinder frei und selbstbewusst
erzieht. Zur Armee zu gehen, hält sie wegen ihrer sozialen
und gesellschaftlichen Funktion für richtig, lässt den Kindern
aber die Entscheidung offen.
»Interkulturelles, Rassismus,
Diskriminierung«:
Die Schule ist ein Ort der kulturellen Trennung. Und auch
sonst wissen Aner wie Budor von der rassistischen Diskriminierung
der arabischen Bevölkerung Israels.
Thema »Perspektiven«:
Alle 8 Jugendlichen beschreiben die Perspektiven für sich
und ihre Gesellschaften.
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