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Medienprojekt Wuppertal ausgezeichnet für Dokumentationsreihe »Jung und Moslem in Deutschland«

(Pressemitteilung 25.11.2008)

Am Freitag, den 28. November 2008 werden im Historischen Rathaus in Köln zehn Projekte aus Nordrhein-Westfalen als Preisträger im bundesweiten Wettbewerb »Aktiv für Demokratie und Toleranz 2007« geehrt.

Das Medienprojekt Wuppertal wird für seine modellhafte, mit moslemischen Jugendlichen produzierte Videoreihe »Jung und Moslem in Deutschland« ausgezeichnet. Die Filme wurden als interkulturelles und interreligiöses Bildungsmittel von Jugendlichen für Jugendliche produziert und werden vom Medienprojekt Wuppertal in ganz Deutschland zur Aufklärung vertrieben. (Mehr Infos und Bestellung hier). Mit der Auszeichnung ist ein Preisgeld von 3.000 euro verbunden.

Das von den Bundesministerien des Innern und der Justiz im Jahr 2000 gegründete bundesweite »Bündnis für Demokratie und Toleranz ndash gegen Extremismus und Gewalt (BfDT)« hat im Wettbewerb 2007 insgesamt 76 Initiativen und Projekte für vorbildliches, nachahmenswertes zivilgesellschaftliches Engagement für Demokratie und Toleranz als Preisträger ausgewählt. Die Preise sind mit 1.000 bis 5.000 euro dotiert.

Gemeinsam mit dem Oberbürgermeister der Stadt Köln, Fritz Schramma, sowie Dr. Marion Gierden-Jülich, Staatssekretärin im Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen, wird Dr. Gregor Rosenthal, Geschäftsführer des BfDT, die Preisträger in einer öffentlichen Preisverleihung im Rathaus der Stadt Köln auszeichnen und würdigen. Im Anschluss an die Preisverleihung besteht die Möglichkeit, mit den Preisträgern sowie den Veranstaltern ins Gespräch zu kommen.

Jurybegründung:

»Bei dem Projekt »Jung und Moslem in Deutschland« engagierten sich ca. 200 Jugendliche in der Öffentlichkeits- und Aufklärungsarbeit zum Thema »interkulturelles Zusammenleben«. Sie produzierten dabei Aufklärungsmittel für die Jugendbildungsarbeit. In dem Zeitraum von Januar 2005 bis November 2006 entstanden so 25 sehr persönliche und authentische Filme von und über das Leben von in Deutschland lebenden jugendlichen Moslems und ihrer Haltung zur moslemischen Religion. Angeleitet von Medienpädagog/innen und Filmemacher/innen entstehen authentische und differenzierte, i. d. R. biografische Interviews mit jungen Moslems verschiedener Glaubensrichtungen, verschiedener nationaler und kultureller Herkunft und verschiedenen Geschlechts.

Die einzelnen Projektgruppen arbeiten separat voneinander über einen Zeitraum von 5 bis 10 Monaten an ihren jeweiligen Filmen. Die Jugendlichen werden von den professionellen Projektmitarbeiter/innen bei der Festlegung der Inhalte und bei der Durchführung in allen Phasen von Recherche über das Drehkonzept und den Dreh bis zum Schnitt beteiligt. Ebenso werden die Projekte mit den aktiv oder rezeptiv beteiligten Jugendlichen ausgewertet und mit einigen von ihnen weiterentwickelt, insbesondere im Hinblick auf andere Strategien der Durchführung, andere Thematisierungen oder andere Zielgruppen.

Dem Medienprojekt gelingt es auf vorbildliche Weise, sehr differenziert von und über das Leben in Deutschland lebender jugendlicher Moslems zu berichten. Es stellt Klischees nicht nur in Frage, sondern klärt auch auf. Die Professionalität der Filme ist beeindruckend, so werden die Filme als interkulturelles Bildungsmittel für Schulen, Jugendeinrichtungen, Fachstellen etc. bundesweit eingesetzt.«


Die Videoproduktion auf unserer Internetseite:

 Jung und Moslem (Teil 1)
 Jung und Moslem (Teil 2)
 Jung und Moslem (Teil 3)
 Jung und Moslem (Teil 4)