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Intergeneratives Videoprojekt »Mein Opa ist verwirrt«

In dem intergenerativen Videoprojekt soll mit Jugendlichen, ihren Eltern und ihren dementen Großeltern ein Dokumentarfilm entwickelt werden. Im Zentrum des Filmes steht die Bedeutung der Demenz-Erkrankung für alle drei Generationen in den Familien sein. Hierfür sollen mehrere Jugendliche (zusammen mit den Familien bekannten FreundInnen in Kleingruppen arbeitend) über mehrere Monate das Leben ihrer dementen Omas bzw. Opas im Zusammenhang ihrer Familiensituation mit Videokameras dokumentieren. Alle drei Generationen sollen neben der Dokumentation des Lebensalltages und den durch die Erkrankung entstehenden Probleme und Einschränkungen in Abständen ihre Erfahrungen und ihre Rolle in Interviews reflektieren. Für das Projekt sollen 3-4 Familien ausgesucht werden, die möglichst verschiedene Krankheitsstadien (leicht, mittel, schwer) und Lebensbedingungen (Leben Zuhause oder im Heim) und Persönlichkeiten widerspiegeln.

Inhaltlich soll es in den Filmarbeiten und in dem Film um die folgenden Aspekte gehen:

  • Was bedeutet die Demenzerkrankung für alle Beteiligten: Für den Erkrankten, seinen Partner, seine (pflegenden) Kinder und deren Partner, für die Jugendlichen als Enkelkinder. Was verändert die Krankheit für alle;
  • Wie ist die persönliche Entwicklung, die Entwicklung der Beziehungen und die Perspektive für alle Beteiligten;
  • Wo liegen die Probleme für die Beteiligten, welche Strategien werden daraus entwickelt;
  • Wo liegen die positiven Lern- und Entwicklungsimpulse durch die Erkrankung;
  • Wie können sich die Beteiligten gegenseitig helfen, was benötigen sie an Hilfe;
  • Wie ist das Leben Zuhause im Vergleich zu dem Leben im Heim.
Der Film soll anschließend intergenerativ veröffentlicht werden, d.h. es wird eine große, öffentliche lokale Filmpremiere im Wuppertaler CinemaxX für Menschen jeden Alters geben und anschließend wird der Film auf DVD anderen für Jugend- und Bildungseinrichtungen auf der einen Seite und für Alten- und Pflegeeinrichtungen (nicht-gewerblich) vertrieben werden.

Das Filmprojekt hat zwei Zielgruppen:

  1. Die Filmarbeiten und der fertige Film ermöglichen den aktiv beteiligten Jugendlichen, Eltern und Großeltern eine intensive Reflexion ihrer Lebenssituation. Die sozial, kulturell und geschlechtlich heterogen zusammengesetzte Produktionsgruppe ermöglicht ihnen eine solidarischere, gesellschaftliche Sichtweise auf ihre persönlich wahrgenommene erschwerte Lebenssituation. Durch die Artikulation ihrer problembehaftet wahrgenommenen Geschichten gibt ihnen der Film die Möglichkeit sich und andere zu bilden und gesellschaftlich wahrgenommen zu werden.
  2. Für die rezipierenden Jugendlichen, Eltern und SeniorInnen - ob selbst vom Thema betroffen oder nicht - stellt der Film durch authentisch aus ihrem Lebensumfeld erzählte Geschichten das Leben von SeniorInnen mit Demenzerkrankung dar. Durch die Auseinandersetzung damit wird bei den ZuschauerInnen Verständnis und Solidarität mit den Dementen und ihren Angehörigen gefördert.
Kern des Projektes ist, dass Jugendliche in Zusammenarbeit mit Eltern oder Großeltern - mit professioneller medienpädagogischer Unterstützung - selber ein authentisches und zielgruppennahes Aufklärungsmittel schaffen, welches sie selbst und andere aufklärt (Peerinvolvement/ Peereducation). Die Gruppen werden angeleitet von MedienpädagogInnen, für welche die TeilnehmerInnen bei der inhaltlichen, künstlerischen und technischen Filmarbeit unterstützt.






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