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Videoprojekt »Armut«
In dem Videoprojekt soll mit von Armut betroffenen Jugendlichen ihre Lebenssituation in Abhängigkeit von gesellschaftlichen und persönlichen Umständen reflektiert werden und hierzu mit ihnen ein Dokumentarfilm entwickelt werden.
Inhaltlich soll es in den Filmarbeiten und in dem Film um die folgenden Aspekte gehen:
Wie ist die Lebenssituation armer Jugendlicher, welche Ursachen nehmen sie hierzu wahr, welche Perspektiven sehen sie für sich. Welchen Einfluss hat Armut auf das Leben dieser Jugendlichen.
Hierbei ist ihre Familiensituation (»geerbte Armut«) und ihre Bildungssituation (»gegenseitige Abhängigkeit von Bildung und Armut») von besonderem Interesse.
Welche Unterschiede und welche Gemeinsamkeiten gibt es in Bezug auf die soziale und kulturelle Herkunft und das Geschlecht der Jugendlichen.
Welche individuellen und kollektiven Auswege sehen die Jugendlichen aus der Armut.
An dem Filmprojekt sollen arme Jungen und Mädchen mit und ohne Migrationshintergrund teilnehmen. Der Film soll anschließend anderen Jugendlichen öffentlich und in Jugend- und Bildungseinrichtungen präsentiert und auf DVD für die Bildungsarbeit genutzt werden.
Das Filmprojekt hat zwei Zielgruppen:
Die Filmarbeiten und der fertige Film ermöglichen den aktiv beteiligten Jugendlichen eine ausführliche Reflexion ihrer Lebenssituation. Die soziale, kulturell und geschlechtlich heterogen zusammengesetzte Produktionsgruppe ermöglicht ihnen eine solidarischere, gesellschaftliche Sichtweise auf ihre persönlich wahrgenommene erschwerte Lebenssituation. Durch die Artikulation ihrer problembehaftet wahrgenommenen Geschichten gibt ihnen der Film die Möglichkeit sich und andere zu bilden und gesellschaftlich wahrgenommen zu werden.
Für die rezipierenden Jugendlichen – ob selbst vom Thema betroffen oder nicht - stellt der Film durch authentisch aus ihrem Lebensumfeld erzählte Geschichten Armut als nicht als individuell verschuldetes Problem dar. Auf diese Weise wird bei ihnen das Verständnis, Solidarität und politisches Bewusstsein fördert.
Kern des Projektes ist, dass Jugendliche – mit professioneller medienpädagogischer Unterstützung – selber ein authentisches und zielgruppennahes politisches Aufklärungsmittel schaffen, welches sie selbst und andere Jugendliche aufklärt (Peerinvolvement/ Peereducation). Die Gruppe wird angeleitet von MedienpädagogInnen, für welche die Jugendlichen bei der inhaltlichen, künstlerischen und technischen Filmarbeit unterstützt.
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